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Donnerstag, 26. April 2012
23. bis 25. April
newdelhirgb, 19:56h
Mittlerweile ist schon wieder so viel passiert … das Bayernspiel konnte ich leider nicht live sehen, hab das erst heute Mittag nachgelesen, bin jetzt aber wieder auf dem Laufenden. Das Spiel konnte ich nicht sehen, weil ich die Nacht von Varanasi nach Jaipur (~850km) von gestern 17:00 auf heute 11:30 im Zug verbracht hab. Die Reise in der Sleeper Class ist sehr angenehm gewesen, ich hab auch gut geschlafen. Züge sind hier die perfekten Gelegenheiten sowohl mit Einheimischen, als auch mit Travellern ins Gespräch zu kommen. Viele kleine Tricks und Tipps kann man immer bekommen, die einem das Leben hier jeden Tag vereinfachen helfen. So wars auch in diesem Zug. Andere Reisende haben, verglichen mit mir, sehr viel Zeit. Manche planen dann für ne Stadt mal ne Woche ein, wo ich nach einem Tag gleich weiterreise. Aber dieses Mal habe ich mich entschieden hier in Jaipur gleich 2 Nächte zu bleiben, weil mir das Hotel so toll gefällt. Aus Jaipur gibt’s dann morgen auch Bilder … zunächst zu Varanasi (auch Banares oder Benares genannt).
Ich war dort vom 23. bis 25 April. Die Stadt selbst ist quasi ein einziges Heiligtum. Überall in der Stadt gibt es kleine Tempel und Lingams verteilt in den Gassen:

Die gibt’s in verschiedensten Formen und Farben:

auch mal direkt an einer der vielbefahrenen Hauptstraßen:

In der Stadt tummeln sich die Gläubigen (und die Tiere) nur so:

Nicht nur Kalkutta liegt am Ganges, sondern auch Varanasi. Das eigentlich Besondere an dieser Stadt sind die so genannten Ghats, das sind steinerne Treppen hinunter zum Ganges. So ist der Ganges in Varanasi kilometerweit von diesen Treppen gesäumt, in denen tausende von Pilgern und Anwohnern ihre rituellen Waschungen durchführen:

An diesen Treppen ist üblicherweise immer etwas Besonderes, das der Ghat seine Daseinsberechtigung gibt. Sei es ein besonderer Baum, die Markierung des Zusammenflusses von Asi und Ganges, oder, wie hier, ein ehemaliger Königspalast:

Noch in einer Art und Weise ist Varansi für Gläubige besonders: Wer in dieser Stadt stirbt, so ist überliefert, dem gilt die Erlösung aus dem Kreislauf aus Tot und Wiedergeburt als sicher. SO ist es auch nicht verwunderlich, dass einer Ghat eine ganz besondere Bedeutung beikommt: Sie ist ein öffentliches Krematorium. Natürlich macht man davon keine Bilder.
An manchen Ghats ist allerdings recht wenig los. Andere hingegen sind reich verziert, stark frequentiert und bunt bemalt:

Abends ist hier richtig was los, wenn die Sonne untergegangen ist und sich die Hitze des Tages etwas gelegt hat, erwacht an den Treppen nochmal so richtig das Leben und der Markt macht zwischen Sonnenuntergang und ca. 22 Uhr nochmal richtig Umsatz. Ich hatte das Glück ein Zimmer direkt mit Bick auf den Ganges zu haben, so dass ich auch bei Dunkelheit gleich wieder heimgefunden hab. Da die Stadt gerade direkt am Ganges aus sehr vielen, verschlungenen und verwinkelten Gassen besteht, könnte man sich so schnell verlaufen. Grade in der Nacht sollte man grad auf die Tiere (und das was sie zurücklassen) eben auch besonders achten.
Soviel für heute.
Liebe Grüße,
Mathias
Ich war dort vom 23. bis 25 April. Die Stadt selbst ist quasi ein einziges Heiligtum. Überall in der Stadt gibt es kleine Tempel und Lingams verteilt in den Gassen:

Die gibt’s in verschiedensten Formen und Farben:

auch mal direkt an einer der vielbefahrenen Hauptstraßen:

In der Stadt tummeln sich die Gläubigen (und die Tiere) nur so:

Nicht nur Kalkutta liegt am Ganges, sondern auch Varanasi. Das eigentlich Besondere an dieser Stadt sind die so genannten Ghats, das sind steinerne Treppen hinunter zum Ganges. So ist der Ganges in Varanasi kilometerweit von diesen Treppen gesäumt, in denen tausende von Pilgern und Anwohnern ihre rituellen Waschungen durchführen:

An diesen Treppen ist üblicherweise immer etwas Besonderes, das der Ghat seine Daseinsberechtigung gibt. Sei es ein besonderer Baum, die Markierung des Zusammenflusses von Asi und Ganges, oder, wie hier, ein ehemaliger Königspalast:

Noch in einer Art und Weise ist Varansi für Gläubige besonders: Wer in dieser Stadt stirbt, so ist überliefert, dem gilt die Erlösung aus dem Kreislauf aus Tot und Wiedergeburt als sicher. SO ist es auch nicht verwunderlich, dass einer Ghat eine ganz besondere Bedeutung beikommt: Sie ist ein öffentliches Krematorium. Natürlich macht man davon keine Bilder.
An manchen Ghats ist allerdings recht wenig los. Andere hingegen sind reich verziert, stark frequentiert und bunt bemalt:

Abends ist hier richtig was los, wenn die Sonne untergegangen ist und sich die Hitze des Tages etwas gelegt hat, erwacht an den Treppen nochmal so richtig das Leben und der Markt macht zwischen Sonnenuntergang und ca. 22 Uhr nochmal richtig Umsatz. Ich hatte das Glück ein Zimmer direkt mit Bick auf den Ganges zu haben, so dass ich auch bei Dunkelheit gleich wieder heimgefunden hab. Da die Stadt gerade direkt am Ganges aus sehr vielen, verschlungenen und verwinkelten Gassen besteht, könnte man sich so schnell verlaufen. Grade in der Nacht sollte man grad auf die Tiere (und das was sie zurücklassen) eben auch besonders achten.
Soviel für heute.
Liebe Grüße,
Mathias
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